Tirol 2010

Im Sommer 2010 war ich mit dem Motorrad in Tirol unterwegs. Mit je einem zweitägigen Zwischenstopp in Regensburg und Garmisch-Partenkirchen ging es in Richtung der Dolomiten nach Südtirol. Um genau zu sein nach Glurns im Vinschgau. In Regensburg war natürlich Sightseeing angesagt. Ich muss sagen, dass ich bisher noch nie so viele und auch sehr schöne Kirchen in nur einer Stadt gesehen habe. Am beeindruckensten ist natürlich der Dom Sankt Peter und das Kloster Sankt Emmeram. Aber auch die wunderschöne Altstadt hat dazu eingeladen, sich auf ein lokales Bier von „Thurn und Taxis“ in einem der zahlreichen Biergärten niederzulassen. Noch dazu bei diesem bombastischen Wetter. In Garmisch-Partenkirchen stand selbstredend ein Rundgang um die neue und wirklich gelungene Skisprungschanze an. Folgt man dem Rundweg, so kann man einen lockeren und gemütlichen, ca. dreistündigen Wanderausflug machen, der einem auch durch die äußerst spektakuläre Partnachklamm führt. Die Klamm ist eine verdammt enge Schlucht, die durch den Fluss Partnach entstanden ist als dieser sich die vergangenen Jahrhunderte und Jahrtausende durch den Stein gefressen hat. Ein wirklich beeindruckendes Naturschauspiel das ich nur jedem ans Herz legen kann. Tja und was besucht man noch, wenn man schon einmal in Garmisch ist? Na klar: die Zugspitze! Mit der Zugspitzbahn ging es bei noch richtigem Sommerwetter zur Talstation der Seilbahn (das Ticket für die Bahn beinhaltet auch die Fahrt mit der Seilbahn, Preis immerhin gut 50€) und von dort auf ziemlich beeindruckende Art und Weise bis zu Deutschlands höchstem Gipfel. Wer nicht schwindelfrei ist, für den ist die Fahrt nicht zu empfehlen und ganz bestimmt kein Vergnügen. Oben angekommen war das Wetter leider gar nicht mehr so toll. Eine etwas dickere Jacke hat ganz gut vor dem sehr kühlen Wind geschützt, konnte aber leider auch nicht für grandiose Fernsicht sorgen. Auch wenn der ungetrübte Blick in die Ferne verwehrt geblieben ist, so hat sich dieser Ausflug dennoch gelohnt. All zu schnell kommt man da ja vielleicht nicht wieder hin.

Nach diesem Auftakt der Reise ging es dann an einem Tag direkt nach Südtirol zu den Dolomiten. In Glurns kann ich das ausgesprochen gute Hotel „Gasthof zur Post“ nur wärmsten empfehlen. Zu sehr zivilisierten Preise bekommt man eine wirklich Top-Unterkunft in einem fast mittelalterlichen Ambiente, in dem man sich sehr wohl fühlen kann. Auch die Mahlzeiten waren äußerst üppig und man wusste eigentlich nie, wie lange es noch dauert bis man quasi aus allen Nähten platzt. Glurns ist übrigens das kleinste Alpenstädtchen und wunderschön. Fast die gesamte Stadtmauer und alle Häuser sind erhalten und vermitteln einen Eindruck davon, wie die Menschen im 12. Jahrhundert und später gelebt haben. Glurns liegt ganz ideal gelegen um das Vinschgau und Südtirol zu erkunden. Für Motorradfahrer natürlich auch ein idealer Ausgangspunkt für spektakuläre Touren z.B. zum Stilfser Joch. Das ist zwar eine wunderbar kurvenreiche Strecke, aber durch die vielen Serpentinen und die fast berufsverkehrsmäßigen Verhältnisse nicht wirklich entspannend. Um die Landschaft zu genießen, gibt es wahrlich schönerer Strecken in Südtirol. Außerdem gibt es so verschiedene und reichhaltige Möglichkeiten Land und Leute kennen zu lernen, dass man es gerne verschmerzt nicht jeden Tag auf dem Motorrad zu sitzen. Die Heimreise war dann mit einem weiteren kurzen Zwischenstopp ebenso schön wie die Anreise.


Über Kommentare und Kritik, positive wie negative, würde ich mich freuen!

Wer mehr über die kleine romantische Stadt Glurns und die Region erfahren möchte, findet HIER
ein gute Anschlaufstelle.


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