Die Saat von Guillermo del Toro und Chuck Hogan

Die Saat von Guillermo del Toro und Chuck Hogan

Guillermo del Toro haben viele Leser sicher schon einmal gehört. Den Fanatasy-Fans wird er vor allem durch die Verfilmung von J.R.R. Tolkiens „Der Hobbit“ oder „Hellboy“ bekannt sein. Zusammen mit Chuck Hogan hat er 2009 seinen ersten Roman geschrieben. Für den Chef der New Yorker Seuchenschutzbehörde Ephraim Goodweather beginnt mit der Landung eines aus Europa kommenden Flugzeuges eine unglaubliche Geschichte mit ungewissem Ausgang. Die Maschine hat unvermittelt auf dem Vorfeld gestoppt, ohne das sich danach etwas im Inneren der Maschine tut. Alle Türen bleiben geschlossen, die Sonnenblenden an den Fenster sind heruntergelassen und auf die Funksprüche vom Tower an die Piloten erfolgt keinerlei Reaktion.
Nachdem man sich Zugang zum Flugzeug verschafft hat, machen die Behörden eine schreckliche Entdeckung: alle Insassen des Flugzeuges sind tot…bis auf eine Hand voll Menschen. Diese weißen jedoch äußerst seltsame Merkmale und Veränderungen auf: blasse bis weiße durchsichtige Haut, eine sehr hohe Körpertemperatur, eine unerklärliche Sensibilisierung gegenüber Licht und einige weitere. Nachdem man bei diesen Menschen jedoch keinerlei Erkrankung feststellen kann, werden sie aus dem Krankenhaus entlassen…ein folgenschwerer Fehler.
Der äußerst spannende Beginn des Buches ist nur ein Vorgeschmack auf die packende und fesselnde Jagd, die sich im weiteren Verlauf entwickelt. Lange bleibt man als Leser im Ungewissen, um was für eine Art Seuche es sich handelt. Hier und da bekommt man kleinere Informationsbrocken hingeworfen, die sich nach und nach zu einem Bild zusammen fügen. Schlussendlich landet man bei einer momentan so modernen und beliebten Vampirgeschichte, die aber auf eine sehr erfrischende Art und Weise umgesetzt ist und dabei natürlich nicht auf reichlich Blut und Gewalt verzichtet.
 Neben diesen typischen Merkmalen einer Vampirgeschichte werden aber ebenso reale Probleme und zwischenmenschliche Konflikte behandelt, die mindestens genauso spannend erzählt sind. Das Buch lässt den Leser mit einem offenen Ende etwas hängen…verspricht aber gleichzeitig eine Fortsetzung, auf die man sehr gespannt sein darf.

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